In der ersten Woche der Forschungs- und Lehrgrabung in Tieschen durfte das Grabungsteam Ö1-Redakteur Xaver Forthuber auf dem Königsberg begrüßen. Neben zahlreichen Interviews griff er selbst zu Spaten und Kelle und unterstützte die Arbeiten direkt auf der Grabungsfläche. Aus seinem Besuch sind gleich zwei spannende Radiobeiträge entstanden, die einen faszinierenden Einblick in die archäologische Forschung am Königsberg bieten:

Fünfteilige Reihe bei „Betrifft: Geschichte“ 

Vorstoß in die Urgeschichte – Die Forschungsgrabung am steirischen Königsberg 

Sendezeit: Von Montag, 17. August, bis Freitag, 21. August 2026, jeweils um 15:55 Uhr auf Ö1.

In der fünfteiligen Beitragsreihe berichten die Grabungsleiter*innen Ingrid Kowatschek und Wolfgang Neubauer über die Besiedlungs- und Forschungsgeschichte des Königsbergs. Im Zentrum stehen die Ergebnisse des mehrjährigen Forschungsprojekts, das Überreste der bedeutenden spätbronzezeitlichen Höhensiedlung sowie einer noch älteren Siedlungsphase aus der Jungsteinzeit ans Licht gebracht hat.

Sendungsdetails: Ö1 Programm Vorstoß in die Urgeschichte 

Podcast: Die Langfassung der Beiträge als Reportage


Reportage im Sendungsformat „Moment“

Ein Dorf gräbt aus – Archäologie für alle am steirischen Königsberg

Sendezeit: Montag, 17. August 2026, um 15:30 Uhr auf Ö1.

Die halbstündige Reportage im Radio-Magazin „Moment“ widmet sich dem Citizen-Science-Ansatz der Grabung und zeigt, wie Lokalbevölkerung und Forschungsteam eng zusammenarbeiten. Vom Grundschulalter bis ins hohe Erwachsenenalter graben Freiwillige aus der Umgebung Seite an Seite mit dem Grabungsteam und entdecken gemeinsam die Geschichte ihrer Heimat.

Sendungsdetails: Ö1 Programm Ein Dorf gräbt aus


Große Freude bei Königsberg Research: Auch im Jahr 2025 wurde eine unserer Praktikantinnen im Rahmen der FFG-Talente-Praktika ausgezeichnet. Elina Yutong Li überzeugte mit ihrem Praktikumsbericht über ihre Mitarbeit bei der archäologischen Grabung am Königsberg und zählt zu den prämierten Teilnehmer*innen des Jahres.

Die FFG-Talente-Praktika ermöglichen jährlich rund 1000 Schüler*innen, im Rahmen mehrwöchiger Sommerpraktika Einblicke in Forschung und Entwicklung zu gewinnen. Im Anschluss können die Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen in einem Report oder Video festhalten – die 20 besten Einreichungen österreichweit werden ausgezeichnet.

Die feierliche Prämierung fand am 9. April 2026 im Dachsaal der Wiener Urania statt. Dort wurden die ausgezeichneten Schüler*innen gemeinsam mit ihren Betreuungspersonen aus Wissenschaft und Wirtschaft geehrt. Da Elina nicht persönlich an der Verleihung teilnehmen konnte – sie engagiert sich derzeit ehrenamtlich in Spanien – wurde die Auszeichnung stellvertretend von ihren solzen Betreuern Wolfgang Neubauer und Ingrid Kowatschek entgegengenommen.

Die Prämierung unterstreicht einmal mehr die hohe Qualität der Ausbildung und Betreuung im Projekt Königsberg Research. Bereits 2022 konnte eine Praktikantin der Grabung diese Auszeichnung erreichen – ein großer Erfolg, der sich nun wiederholt und die nachhaltige Stärke des Forschungs- und Ausbildungskonzepts am Königsberg zeigt.

Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg und freuen uns über die erneute Anerkennung unserer Arbeit!


Am 12. Februar 2025 wurde im Haus der Vulkane in Stainz bei Straden der Innovationspreis des Steirischen Vulkanlands in der Kategorie Lebenskraft verliehen. Mit großer Freude und Stolz dürfen wir verkünden, dass unser Verein Königsberg Research mit einem Sonderpreis, dem Archäologiepreis, ausgezeichnet wurde!

Die Jury begründete die Verleihung des Archäologiepreises mit unserer multidisziplinären Erforschung der Geschichte sowie der vorbildlichen Einbindung der lokalen Bevölkerung. Diese Anerkennung unterstreicht die Bedeutung von Citizen Science in der archäologischen Forschung und zeigt, dass unser Engagement für die Erhaltung des kulturellen Erbes in der Region geschätzt wird.

Die Innovationspreise des Steirischen Vulkanlands werden bereits seit 21 Jahren verliehen und zeichnen innovative Projekte in den Kategorien Handwerk/Energie, Kulinarik und Lebenskraft aus. Die Kategorie Lebenskraft stellt Initiativen in den Mittelpunkt, die einen nachhaltigen Beitrag zur regionalen Entwicklung leisten. Neben den Hauptpreisen wurden in diesem Jahr mehrere Sonderpreise vergeben – darunter auch der erstmalig verliehene Archäologiepreis, den unser Verein entgegennehmen durfte.

Wir danken allen, die uns auf diesem Weg unterstützt haben – sei es durch ihre Mitarbeit an den Forschungen, durch ehrenamtliches Engagement oder durch ihr Interesse an der Geschichte des Königsbergs. Diese Auszeichnung bestärkt uns darin, unsere Arbeit mit Begeisterung fortzusetzen und die Erforschung des Königsbergs weiter voranzutreiben.


Ein bedeutender Schritt in der digitalen Erfassung und Erforschung des kulturellen Erbes wurde mit der Kooperation zwischen der Universität für Weiterbildung Krems und der Marktgemeinde Tieschen gesetzt. Die Zusammenarbeit, die am 10. Januar 2025 offiziell besiegelt wurde, schafft eine neue Basis für innovative Forschungsmethoden am Königsberg, einer bedeutenden archäologischen Fundstätte in der Südoststeiermark.

Digitalisierte Archäologie mit modernster Technologie

Das Research Lab für Nachhaltiges Baukulturelles Erbe der Universität Krems nutzt die Kooperation, um neue wissenschaftliche Methoden zur digitalen Dokumentation und Überwachung historischer Stätten zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei das Projekt "Heritage ROSS", das mit modernster Sensortechnologie arbeitet. Roboterplattformen werden mit 3D-Laserscannern, hochauflösenden Kameras, Bodenradar- und Magnetfeldsensoren ausgestattet, um archäologische Fundorte millimetergenau zu erfassen und zu analysieren.

Der Königsberg, eine Siedlungsstätte aus der Jungsteinzeit, bietet als Testgelände ideale Bedingungen für diese hochmodernen Verfahren. Die erhobenen Daten dienen nicht nur der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch der Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes.

Das "Königsberg Research Center" als Forschungsstandort

Die Zusammenarbeit umfasst auch die Nutzung des ehemaligen Gasthofs "Königsberghof", der unter Mitwirkung der Marktgemeinde Tieschen zum "Königsberg Research Center" umgebaut wurde. Dort stehen nun Arbeitsräume, Werkstätten und Lagerräume zur Verfügung, die für Forschungsprojekte sowie für wissenschaftliche Veranstaltungen genutzt werden können.

Wissenschaft und Region profitieren gleichermaßen

Die Kooperation bringt sowohl für die Wissenschaft als auch für die Region erhebliche Vorteile. Rektor Mag. Friedrich Faulhammer betont: "Durch diese Zusammenarbeit können wir optimale Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre schaffen und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen." Auch Bürgermeister Martin Weber hebt die Bedeutung hervor: "Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur 5600-jährigen Siedlungsgeschichte stärken das Bewusstsein für unsere kulturelle Identität und schaffen neue Möglichkeiten für die Region."

Mit dieser Kooperation setzt Tieschen einen Meilenstein in der digitalen Archäologie und zeigt, wie moderne Technologien zur Bewahrung des kulturellen Erbes beitragen können.

 


Große Freude bei Königsberg Research! Unsere Praktikantin Marion Hochleitner wurde für ihren herausragenden Praktikumsbericht über ihre Erfahrungen bei der archäologischen Ausgrabung am Königsberg ausgezeichnet.

Jedes Jahr erhalten mehr als 1.100 Schüler*innen im Alter von 15-19 Jahren die Möglichkeit, im Rahmen der FFG-Talente Praktika spannende Einblicke in Forschung und Entwicklung zu gewinnen. Die besten 20 Berichte werden für ihre besondere Qualität ausgezeichnet – und Marion gehörte mit ihrem herausragenden Bericht zu den Preisträger*innen.

Marion absolvierte ihr Praktikum am Institut für Urgeschichte und historische Archäologie (Universität Wien) und war einen Monat lang an den Grabungen am Königsberg in Tieschen beteiligt. Ihr Bericht überzeugte mit einer eindrucksvollen Schilderung ihrer Erfahrungen, der Freude an der Mitarbeit und den wertvollen Erkenntnissen, die sie im Team sammeln konnte.

Die Prämierungsfeier fand am 9. März 2023 im Dachsaal der Wiener Urania statt. Die Ehrung wurde von Bundesministerin Leonore Gewessler und Dr. Klaus Pseiner, Geschäftsführer der FFG, durchgeführt. Marion erhielt ihre Auszeichnung gemeinsam mit ihren stolzen Betreuern a.o. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Neubauer und Ingrid Kowatschek.

Wir gratulieren Marion ganz herzlich zu diesem Erfolg und freuen uns, dass ihre Begeisterung für die Archäologie auf so besondere Weise gewürdigt wurde!